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Hundehalter in Altenberge –
Melkvieh und Spielball des Rates?
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Die Luft wird dünner für Altenberger Hundehalter, denn die Flächen, auf denen die Hunde ausgeführt werden dürfen, werden immer weniger. Wie Pilze wachsen derzeit die Schilder „Hunde anleinen“ aus der Erde – erst an der Krüselstraße, jetzt im Bereich des Baugebietes Lütke Berg. Dabei ist die Wirkung von Schildern ohnehin zweifelhaft, wie auch Herr Bürgermeister Paus gerne anbringt, wenn er Verbotsbeschilderungen im Straßenverkehr als „tote Polizisten“ bezeichnet.
Daneben führt der Bauaktionismus der Gemeinde dazu, dass immer mehr Grünflächen aus dem Altenberger Gemeindebild neuen Bauten weichen müssen. Wo sollen denn die Hundehalter noch mit den Tieren hin? Zur Zeit scheint es, als würde die Gemeinde die Hundehalter am liebsten in den Außenbereich verdrängen.
639 Hunde sind bei der Gemeinde Altenberge angemeldet. Das Steueraufkommen liegt bei
24.000 € und fließt in den allgemeinen Verwaltungshaushalt. Hunde tun dem Gemeindesäckel also gut, aber was tut die Gemeinde für die Hundehalter?
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Sicher verschandeln Hundehaufen auf Gehwegen und Grünstreifen das Gemeindebild, doch für die Liberalen Altenberge ist das Verbieten und Vertreiben keine Lösung. Das Problem muss an der Wurzel angepackt werden.
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Deshalb tritt die FDP Altenberge für eine Novellierung der Hundesteuersatzung der Gemeinde Altenberge vom 07.07.1982 i. d. derzeit gültigen Fassung ein.
- Hundesteuer sollte zweckgebunden als Einnahme den Ausgaben des Verwaltungshaushaltes zufließen.
- Die Einnahme sollte zur Finanzierung von Hundetoiletten an beliebten Spazierwegeingängen sowie deren Betrieb und laufenden Entsorgung eingesetzt werden.
- Die Steuerhöhe sollte an den tatsächlich entstehenden Kosten angepasst werden.
- Neben den bestehenden Befreiungstatbeständen sollten Personen, die einen Hund aus einem Tierheim übernommen haben, befristet von der Steuer befreit werden.
Eine Hundetoilette kostet etwa 350 €. Die zum Betrieb erforderlichen Tüten kosten pro 1000 Stück etwa 25 €. Bei 639 Hunden im Gemeindegebiet wird der jährliche Tütenbedarf etwa bei 460.000 liegen. Macht also Betriebskosten von 11.500 €. Dazu kommen die Kosten für die Hundetoiletten. Eigentlich sind diese Toiletten sehr haltbare Metallbauten, da jedoch davon auszugehen ist, dass es sicher immer mal wieder zu Beschädigungen kommen wird, kann man realistisch von einem Durchtauschzeitraum von 3 Jahren ausgehen. Nimmt man als Rechengröße eine Startmenge von 100 Toiletten, liegt die Investivgröße bei 35.000 €, die einmalig aufzubringen wären. Kostenrechnerisch ergäbe sich für die Gebührenkalkulation eine Größe von 11.700 € zzgl. der 11.500 € Bestückungskosten, also Gesamtkosten von 23.200 €.
Die Entsorgungskosten sollen aus dem laufenden Verwaltungshaushalt als Finanzierungsschuld aller Bürger getragen werden, da von der Aufwertung des Gemeindebildes durch den Wegfall der „Tretminen“ alle Bürger profitieren.
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Für die Finanzierung der Investitionsausgabe ist für die FDP Altenberge auch eine Mischfinanzierung in Form einer Public Private Partnership mit Privaten denkbar und erstrebenswert. Denn letztlich profitiert auch die Altenberger Gastronomie und Geschäftswelt von einem aufgewerteten Gemeindebild.
Neben der Interessen der Hundehalter stehen die Interessen der „Nichthundehalter“ gleichrangig.
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In unserer Gemeinde soll ein friedliches Miteinander gewährleistet sein, bei dem alle Interessen angemessen berücksichtigt werden.
Als liberale Partei appellieren wir daher an die Selbstverantwortung der Bürger, das Angebot der Hundetoiletten zu nutzen. Gleichzeitig erwarten wir die Selbstdisziplin der Hundehalter, die Hunde im Gemeindegebiet grundsätzlich angeleint zu führen. Um dennoch einen Freiraum für Hund und Herrchen zu bieten, fordern wir über das Gemeindegebiet verteilt ausgewiesene Freilaufflächen für Hunde.
Für die FDP Altenberge ist klar: Das Problem zu lösen ist immer besser als es mit umfassenden Verboten zu verdrängen!
» FDP-Position
zur Hundehaltung als
PDF [114 KB]
» WN-Artikel
und -Kommentar vom 16.12.2005 -
PDF [1,3 MB]
» FDP-Leserbrief
zum WN-Bericht vom 16.12.2005 -
PDF [104 KB]
» FDP-Stellungnahme
zum WN-Bericht vom 16.12.2005 -
PDF [103 KB]
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